Ist der Content gut, mach ’ne Ad draus

Sowohl Qualitäts-Content an sich als auch die Werbeplätze auf Social Media oder den Suchmaschinen sind ein hart umkämpftes Business. Jeder tut es und die Tech-Giganten von Facebook, Google und Amazon bestimmen die Spielregeln. Oft spielt Facebook großartigen Content gar nicht erst aus, wenn dafür nicht teure Ads gekauft wurden. Es wird also immer schwieriger, Zielgruppen ohne fettes Werbebudget zu erreichen.

Ist Werbung die Zukunft des Content Marketings?

Digitale Werbung hat sich weiterentwickelt

Werbung und User Experience

In den frühen Tagen der digitalen Werbung hat man wenig Rücksicht auf die Befindlichkeiten der User gelegt. Ads mussten aufdringlich sein, nerven und hatten natürlich wenig Erfolg. Das lag nicht nur daran, dass es an Erfahrung mangelte und man es nicht besser wusste, sondern auch an der Technologie, die praktisch noch in den Kinderschuhen steckte. Seitdem haben sich Tools und Content Marketing Strategien verändert, sind fortschrittlicher und effektiver geworden. Werbung soll nicht nur unterhalten, sondern auch hilfreich sein. Inbound Marketing statt Outbound Marketing. User Experience statt „in your face“ um jeden Preis.

Guter Content ist auf User zugeschnitten, soll ihre Bedürfnisse befriedigen, Vertrauen schenken. Dazu nutzen wir Marketers Influencer, Blogs, Videos, Social Posts und und und. Das Problem: Die Masche kennt jeder im Business und die User werden mit nützlichen, ansprechenden Inhalten nur so überschwemmt. HubSpot hat nun eine provokante These aufgestellt:

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Die Big 3 vs. Content Marketing

Nicht erst seit gestern mischen die Big 3 in Sachen Content Marketing Strategie mit. Sie beeinflussen, wie die User Inhalte konsumieren, wo sie sie konsumieren und was sie überhaupt sehen wollen. Videos, Bilder, präzise, aber unterhaltsame Informationen mit Mehrwert. Die meiste Zeit, die wir im Internet verbringen, verbringen wir laut HubSpot auf Facebook, Amazon und Google. Klar, dass die Big Player daraus ein Geschäft machen. Organische Reichweite ist kaum noch vorhanden. Eine Studie von Edgerank Checker zeigt, dass die organische Reichweite von Content-Marketing-Inhalten auf Facebook auf 2 Prozent gesunken ist. 2012 waren es noch 16 Prozent.

Google Ads und Facebook Ads liefern Reichweite

Vorbei sind auch die Zeiten, in denen Google organische Ergebnisse vor bezahlte Ads stellte. Es ist fast unmöglich, eine Suchanfrage zu stellen, ohne dass Werbeanzeigen ganz oben stehen. Noch eindeutiger zeigt sich das bei der mobilen Suche. Erst nach ein paar Mal scrollen kommen organische Suchergebnisse im Ranking. Wer mit seinem Content gesehen werden will, muss also zahlen. Ein frustrierender Trend, der sich 2019 wohl fortsetzen wird: Google, Facebook und Co. setzen Werbung vor guten Content. Das heißt allerdings nicht, dass Qualität keine Rolle mehr spielt.

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Kosteneffektive Werbung

Neben dem Interesse der User an Qualitäts-Content sind gute Inhalte sowie Werbung mit Mehrwert auch für Unternehmen wie Google wichtig. Sie haben schließlich viel zu verlieren. Denn wenn Facebook Werbung ausspielen würde, die nicht auf die User zugeschnitten ist oder Google (Werbe-)Suchergebnisse anzeigen würde, die nicht zur Suchanfrage passen, würden die User weiter zu einer Plattform ziehen, die personalisierten und passenden Content liefert. Dementsprechend kostet schlechte Werbung auf den beliebten Plattformen mehr. Sie wird praktisch abgestraft. Relevante Ads werden hingegen durch gute Platzierung belohnt und sind kosteneffektiver.

Ein Weg, um Werbekosten durch erfolgreiche Conversion wieder rein zu bekommen, ist beispielsweise, Social Posts nicht für alle Follower zu kreieren, sondern auf bestimmte Zielgruppen abzustimmen. Persönlicher ist eben immer besser. Beobachtungen auf der HubSpot-Plattform haben gezeigt, dass die Conversion Rate bei personalisierter Werbung bis zu dreimal höher ist als bei allgemeinen Werbeanzeigen, die lediglich Keyword-optimiert wurden.

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