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Wien, mon amour 1. Oktober 2014

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Bein-Origami auf dem Flug an die Donau. Und das ist NICHT Ryanair sondern Lufthansa. Muss auch mal gesagt und der armen, armen lulatschigen Flugreisenden gedacht werden.

Pink

„Jahha, Ihr WLAN funktioniert auf dem Zimmer ohne Passwort und Sie haben eine Badewanne auf dem Balkon. Sollten Sie nutzen, morgen früh wird die Sonne scheinen.“ Höhö, Empfangsmenschen in einem fancy „25hours“ Hotel müssen wohl oder übel Gniedeltexte machen, dachte ich bei meiner Akunft in Wien. „Ich bade im Hotel grundsätzlich nicht ohne den Liftboy“ schnickte ich auf Niveau bleibend über den Tresen. Diese Art von Originalität soll rechtfertigen, dass die Herberge nicht schlicht „24hours“ heißt, was für mich auch absolut Vodka wäre. Aber die Zusatzstunde, Babe, das ist der eine Grad, der aus 360 fixe 361 und aus einer Werbeklitsche eine Webcontentagency macht. So geht das heute.

Zimmer

Oben angekommen stand dann aber tatsächlich eine Wanne vorm Schiebefenster und Blick aufs Museumsquartier. Und das fand ich dann wieder sehr gelungen. Wien eben, Herzchen unterm Wirtshausglas, Freud, Petar Petrov, Wolfram Eckert, Yves Schulz, Helga Ruthner, Cottan, dunkles Baiser und, ja, heller Schaum.

Kaum vor der Tür dachte ich zufrieden „Recht abseitig, die Ösis“, waren doch überall Hinweise auf Mädchen- und Frauengesundheitstage, Techno Clubs, die Grelle Forelle heißen, Bands wie „The Hidden Cameras“ oder „Manu Delago Handmade“ angepinnt. Im Ohr hatte ich selbstverständlich FM4, einen der besten Radiosender der Welt. Ich höre gern Radio. Ich sage gern Servus. Ich hüpfe gern in Heels und kurzem Kleid übers Kopfstein. Ich mag es gern, wenn die Wiener mich dabei anschwülsteln. Ich mag die schönen Kaffeehäuser, das Dunkle, das Lässige (nicht Puschige!), das Alte an Wien. Hab mich Hals über Kopf neu verliebt in diese Stadt, die Aufgewühltheit zu lindern vermag ohne sie zu relativieren. Ich werde mir eine Wohnung in Wien kaufen, denn hier muss alt werden toll sein. Man kann sich die knuspeligen Hände halten, gepflegt amüsieren und sich wie ein Kronleuchter auf der Neonlichtung fühlen.

GitterAch ja. War in Wien, um meinen Crashkurs Digitales Corporate Publishing für die Akademie des Deutschen Buchhandels zu halten. Das hier ist der Fahrstuhl, der uns zum Seminarraum transportierte. Er hat eine Sitzbank aus Holz und eine hübsche Deckenleuchte. Es war leiwand – funky Seminaristen, halb Ösis, halb Germans. So geht das morgen.

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