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Sag’s mit Franzbrötchen 22. Februar 2016

Seit heute hat Hamburg eigene Emojis. Per iOS- und Android-App lassen sich jetzt Nachrichten mit Rollmops, Grinsemöwe, Astra-Knolle, Buddelschiff und – jahaa, aufgepasst Berlin – einer Currywurst zu Elboriginalen machen. Die HH-Emoji-Tastatur hat Companions für die Haspa entwickelt. 32 Miniaturen sind es geworden, die alle Hamburger in der ganzen Welt för nix downloaden können.

Die App flankiert die Sonderausgabe „World Wide Hamburg“ des Haspa Magazins. Das gedruckte Kundenmagazin ist ab heute in einer Auflage von 650.000 Exemplaren in Hamburger Briefkästen und Haspa Filialen zu finden. Es widmet sich dem digitalen Leben der Stadt, den Machern, den Schnittstellen, den Ideen für die Zukunft. Dabei geht es weniger um fancy Internetagenturen und Gaming-Buden. Von Interesse sind jene Bereiche, die immer stärker digital dominiert werden, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. So erzählt eine Fachärztin für Oralchirurgie, warum sie auf das 3-D-Röntgengerät nicht mehr verzichten kann und ein Strukturbiologe, wie er modernste Strahlentechnik nutzt, damit Medikamente zukünftig effektiver und niedriger dosiert sein können. Nur so angepackt, wird für die Haspa ein Schuh aus dem Thema. Sie ist eben die Bank für Nerds und Normalos.

ScreensWeil es nun aber ein wenig inkonsequent daherkäme, wenn über die neue, digitale Welt nur in Druckbuchstaben erzählt würde, entstand die Idee mit den HH-Emojis. Eigentlich ein Ding, dass noch niemand zuvor auf diese Idee gekommen ist. Andererseits: Die einfachsten Ideen haben ja nicht selten das komplizierteste Backend. Und eine Tastatur zu entwickeln, die auf ansatzweise allen möglichen Android-Geräten läuft, ist selbst für den verwegendsten Sisyphos-Frickler zuviel. OpenSignal hat sich der „Android Fragmentation“ gewidmet und festgestellt, dass man auf 150 Geräten testen müsste, um ca. 50 % des Marktes abzudecken. Das entdeckt man aber eben auch erst im Detail, wenn man das mal macht.

Deshalb sehe ich Geschimpfe auf  Apples iOS jetzt auch aus komplett anderem Blickwinkel. Klar wird alles, was bei Apple in den Store geht, durch eine strikte Kontrollschleuse gezogen und Lizenzierungen für andere Hardwarehersteller kommen nicht in die Tüte. Dafür bleibt aber alles klar und hoch funktionell: iOS ist das Japan unter den Betriebssystemen. Als Apple-User nimmt man diesen Perfektionsgrad als selbstverständlich hin. Ist er aber nicht. Wer sich einmal auf Entwicklerseite mit Android befasst hat, weiß das. Ich mag Qualität und ich finde es richtig, sie, wenn es eben nicht anders geht, gegen alle Widerstände und strikt reglementiert in die Welt zu drücken.

DruckDas macht es auch der Deern im Frisennerz so viel leichter, von einem Handy aufs nächste zu fliegen und ohne Bauchlandung dort anzukommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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