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Nach Japan 13. Februar 2015

Aufmacher_Nokia

Wenn ich mal Zeit habe, was leider viel zu selten vorkommt, bereite ich mich vor auf Japan. Ein Freund ist vorausgefahren und hat uns wissen lassen, dass er unseren Besuch erwartet. Mehr als nur ein Grund, im Herbst endlich in das Land zu reisen, vom dem viele meiner Freunde meinen, dass es mir sehr gefallen wird. Mein großer Vorteil: Ich weiß so gut wie nichts über Japan. Ein Splatter-Filmfestival im letzten Sommer, ein Samurai-Buch, Sushi, Sake, Rei Kawakubo, Yohji Yamamoto, na ja und was man eben so redet. Ich kann mich also gezielt rantasten. Dabei lehne ich es strikt ab, das über Feuilleton, Reiseführer und Wikipedia zu tun. Dieses aufbereitete Zweite-Hand-Erleben wirft mich eher zurück.

Vor Wochen las ich beispielsweise einen Artikel, der eindrucksvoll die Verdruckstheit insbesondere der männlichen japanischen Jugend beschrieb, die vor lauter Disziplinmaschinentum der Eltern keine Lust mehr hat auf los. Der Bericht war so überzeugend, dass er Planken in mein Hirn zog und mein eigenes Driften begrenzte. So geht das nicht. Meine Vorbereitung setzt jetzt konsequent auf Erlebnisse aus erster Hand.  Wenn ich lese, dann Briefe oder Gedichte. Ich höre Musik, viel Musik, trainiere mit japanischen Kampfkünstlern und schaue mir bald mit einem Silikonherz auf dem Schoß Yui Kawaguchi an:

„Ich bin ein altes Handy“ hat sie einmal über sich selbst gesagt und das leuchtet mir sofort ein. Eines der ersten Mobiles, das ich besaß, war das Nokia N93 I Dream Phone (!) , ein echtes Geheimagentinnen-Tool – übrigens japanischer Machart. Ich kaufe halt auch solche Geräte vornehmlich nach ästhetischen Gesichtspunkten und das Ding sah einfach unwiderstehlich nach Abenteuer aus. So wie Yui.

Nokia1

 

Das und Madame Kawaguchis Ungestüm, der mir so vertraut ist, holen das so ferne Land schon einmal ganz dicht ran an mich. Alles weitere werden wir sehen.

Nikia2

 

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