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Happy mobile Wischmob 14. Mai 2014

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„Meinen Laptop benutze ich nur noch bei der Arbeit“, meinte jüngst eine Bewerberin, angesprochen auf ihr Medienverhalten. Sie habe ein Smartphone, über das sie alles Wichtige empfange, und wenn sie mal was groß gucken wolle, dann würde sie das auf den Bildschirm ihres Smart-TV wischen. Das klingt nun wirklich elegant, vor allem das mit dem Wischen. Das will ich jetzt auch, würde so doch endlich mein Beuteltierdasein beendet. Zurzeit muss das Laptop einfach noch reinpassen in meine Taschen, die deshalb immer was Tütiges haben und meine Schulter abends schreien lassen.

Zu diesem, ähem, Trend passt das jüngst via Newsletter verbreitete Interview der beiden Vorstände unseres Berufsverbandes Forum Corporate Publishing (FCP). Es geht um Mobile Media und die Frage, wie Storytelling unterwegs funktionieren kann. Antwort: Muss zunächst mal funktionieren, rein technisch. Okay, das ist bei einer sauberen responsiven Programmierung ja kein Hexenwerk mehr. Das größte Potential für die mobilen Devices, da sind sich beide Experten einig, läge in der Lokalisierbarkeit und der damit verbundenen Möglichkeit, Content situativ auf die Bedürfnisse des Users zugeschnitten auszugeben. Dass diese Datentransparenz verbunden mit Unternehmen, ohne die Corporate Publisher ja nie veröffentlichen, für viele Kunden zumindest von ambivalenten Gefühlen begleitet wird, lassen die Diskutanten außer acht. Schwierig.

Und: Die Personalisierung von Inhalten wird selbstverständlich auch an stationären Geräten rasant vorangetrieben. Händler-Plattformen wie das jüngst von OTTO gelaunchte „About You“ haben das Ziel, die Version der Website, die der User zu sehen bekommt, über Speicherung der Kaufinformationen individuell und stetig besser sitzend an ihn und seine Wünsche anzupassen. Flankiert wird dieser individuelle Content-Zuschnitt von jeder Menge Entertainment und Beratungs-Apps, bei denen man sich schon fragt, woher denn die Zeit kommen soll, sich überhaupt einen Überblick über das Angebot zu verschaffen, geschweige denn, diesen ganzen Schnickschnack zu nutzen.

Viel hilft viel – diese Strategie frisst Zeit und das wird im Netz mit der Höchststrafe belegt: Ignoranz. Vielleicht wird die Reduzierung der Hardware-Formate zukünftig von einer ganz naheliegenden Entwicklung flankiert: Der Reduzierung der Inhalte auf das Wesentlichste und Nützlichste. Die Kanalisierung der Inhalte bekommt so noch einmal einen ganz neuen Twist.

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