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Friday I’m In Love und andere Dinge, die kürzlich schön waren. Und es bleiben 8. Juli 2016

Aufmacher_Claim Kopie1. Jacquemus

Simon Porte Jacquemus ist ein Modemacher mit der beschissensten Website der Welt. Nichts funktioniert dort. Nichts. Und man kann nicht einmal die Größen und Preise lesen. Simon Porte Jacquemus ist aber auch ein Modemacher, der die schönsten Kleider der Welt macht zurzeit. Sie sind störrisch, klar und auf halsbrecherisch-fröhliche Art ironisch (ja, das ist möglich, hihihi). Was meint: érotique im besten Sinne. Er ist einer dieser Menschen, die mich neu für die Welt begeistern. Wie Knausgard, Nelly Zink, Matthew Barney, The Avalanches und sogar Beyoncé, wenn sie traurig ist und beschließt, Country zu singen. Menschen, die immer dann etwas Neues vorlegen, wenn alle Anderen konstatieren, dass doch in Mode, Kunst, Musik und Literatur wirklich schon alles dagewesen sei. „Denkste, Puppe“, sagen mein neuer Rock und mein neues Kleid, zwei verrutschte Teile aus dem Hause J, die mich anders aussehen lassen als bisher.

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2. Belgien

Nein, ich war tatsächlich noch nie in Belgien. Trotzdem habe ich starke Eindrücke von diesem Land. Geprägt zunächst von den „Antwerp Six“, den mittlerweile weltberühmten Modemachern, die Ende der 80er begannen, mächtig Haken in der Szene zu schlagen: Dries van Noten, Ann Demeulemeester, Dirk Bikkemberg et al. Sie haben konsequent Kleidung für Checker gemacht. Randmenschen fanden das alles nur bizarr, was es natürlich nur noch besser machte. Dann der Reichtum des Landes und dann Dutroux. Und jetzt das abgründige Ausscheiden bei der EM, sehr rätselhaft, wie das quasi Heimspiel in Lille gegen Wales aus der Hand gegeben wurde. Und dann sah ich vor ein paar Tagen die belgische Straßentheatertruppe „Boucherie Bacul“. Die schlachtet Kuscheltiere. Und macht aus Barbies Klöpse und Pasteten. Und legt sie, „bereits epiliert“, in Öl ein. Betont wird, dass die Tiere bereits ausgekuschelt seien und das Fleisch „weiß“.

Da kommt so einiges zusammen.

Barbie23. Deutschland : Frankreich

Gut, schön war das nicht. Trost: mein Trikot. Da hatte ich vor dem Spiel mit Edding „Zlatan Ibrahimovic“ draufgeschrieben. Denn nach dem Ausfall von Gomez mochte ich nicht über Götze nachdenken. Viele Freunde fragten mich zuvor, warum ich denn keinen Namen auf meinem Deutschlandtrikot trüge. Ein Kollege meinte sogar vorlaut: „Du hast Dich wohl noch nicht entschieden.“ Natürlich habe ich das. Und die Realisten sind schließlich auch nicht weitergekommen.

Womit bewiesen wäre, dass man sehr wohl noch träumen darf im Fußball.

Zlatan4. Turn On No. 2 ist da

Wir haben uns warmgelaufen und die zweite von uns produzierte Ausgabe ist noch schöner geworden als die erste.

Plattenzwei

Ab heute bei Saturn erhältlich. Kostenlos.

5. Friday I’m In Love

Den Song hörte ich heute im Autoradio auf dem Weg zur Arbeit. Und erinnerte mich daran, wie sehr ich Yo la Tengo mag.

 

 

 

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