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Familienbande 10. März 2014

Mein erstes Praktikum im Rahmen meines Studiums am Hamburger Institut für Journalistik absolvierte ich, wie eigentlich jeder Jungautor, der heiß darauf ist, viel zu schreiben, bei der taz. In der leicht barackigen Bude in der Chemnitzstraße – heute residiert die taz in Hamburg ein wenig gesetzter – waren all jene stets willkommen, die eine große Klappe, großes Sendungsbewusstsein und den Hang hatten, jedes Unterwasserball-Turnier und jeden noch so kleinen Gig zum Staatsereignis hochzuschreiben, einfach aus dem Grund, weil man eben als Autor anwesend war und eine wahnsinnig relevante Sicht der Dinge zu vermitteln hatte: „So habt ihr das noch nie betrachtet, was?“ In der taz erschienen im Sport wie in der Kultur damals, ich rede von den Jahren Mitte der 90er, jede Menge „Let’s face it und dann ab ins Bett“-Texte, die mit Schmackes geschrieben und thesendurchsetzt waren. Ohne Luhmann und Mandelbrot ging gar nichts. Will sagen: Es war eine sehr lustige Zeit und ich bleibe dem Blatt der Akademikerkinderautoren auf ewig verbunden.

Cover

Das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Alle paar Jahre wird um einen Spezialeinsatz von meiner Seite gebeten und zwar so charmant, dass ich nicht nein sagen mag. Zuletzt ging es darum, ein Konzept für die Broschüre rund um den geplanten Medienhaus-Neubau der tageszeitung zu entwickeln. Das haben wir bei Companions getan. Hier ein paar Layouts von zwei Produktionsansätzen, die dann – man stritt lange – wegen „zu großer Eleganz“ doch nicht realisiert wurden.

Spaß gemacht hat es trotz allem.

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