CP-BLOG

Hamburg wieder auf die Karte gepackt 4. August 2016

Companions-Party-groß

Heute ist unser vierter offizieller Tag im neuen Office. Wie es sich gehört, haben wir auf dem Dach des leeren Büroturms, in dem wir bisher schufteten, eine Abschiedsparty gegeben. Und Hamburg gab uns für unseren Mut – Grillmeister und DJ wurden trotz Regenwarnung (Ehrensache unter Risikofreunden) aufs Dach bestellt –

einen Regenbogen.

Companions_Party03

Überhaupt hätte von unseren Dach aus das Intro des neuen Beginner-Videos gedreht werden können. Was ich natürlich den Polizisten mitteilte, die nicht sonderlich spät in der Nacht erschienen, weil sie acht Anrufe von Lärmbeschwerern bekommen hatten. Gerade die  Musik ist doch ein astreiner Standortvorteil Hamburgs gegenüber Berlin. Da sollte man nichts ab- sondern alles aufdrehen und in den Himmel über Hamburg schicken. Diese Arbeit am Image der Stadt sollte, im Gegenteil, polizeilich geschützt werden. „Ist hier denn überhaupt noch jemand nüchtern?“, fragten die Schupos darauf entspannt. „Ich glaube kaum, aber wir sind ja noch Mieter“, entgegnete ich mäßig stringent. Sie hörten erstaunlich aufmerksam zu und ließen uns weiterfeiern.

Companions_Party09

Ums Zuhören geht es auch in einem Text von Carolin Emcke, den ich kürzlich in der Süddeutschen las. Die Kolumnistin beklagte, dass die Menschen in Zeiten der Hyperkommunikation nur noch Hören, nicht mehr Zuhören, sich nicht mehr einlassen auf Momente und Menschen. Alles schon vor dem eigentlichen Erleben mitteilen wollen. Ja, ja, das digitale Trallafitti ist schon beklagenswert. Aber die Tonlage dieses Textes ist es auch. Die Schwarzbrothaftigkeit mit der darin harte Stühle erhöht werden, legt nahe, dass Frau Emcke wohl auch die Bullen gerufen hätte, wenn sie neben unserem Ex-Büro wohnen würde. Die Musik hätte sie garantiert beim Konzentrieren gestört. Und es ist zu bezweifeln, dass die Autorin die Grandezza hat, einen Konzentrationsschwenk auf Musik hinzulegen, die sie sich nicht selbst zurechtgelegt hat.

Companions_Party13

Nun, wir Dachpeople haben uns beim Feiern unter freiem Himmel sehr wohl aufeinander, aufs Essen, Trinken und die Musik eingelassen und sie in Bewegung umgesetzt. Und obwohl das Zuhören durchweg angenehm war, gab es doch echte Erkenntnis. Und obendrauf gibt jetzt auch noch wunderschöne Bilder für alle vom Fest. Warum? Wir haben Andrea angeheuert, eine Fotografin, die ihr Handwerk liebt und versteht. So geht eben doch beides, Batikshirt im Benz wie Jan Delay sagen würde. Klar, man kann Momente nicht konservieren. Und die Bilder der Tanzenden anzuschauen ist etwas ganz anderes, als selbst getanzt zu haben.

Aber eben auch schön.

Über unseren neuen Räumen im 5. Stock gibt es übrigens eine Männemodelagentur. „Das sieht man tatsächlich“, kommentierte ein sehr geschätzter Kollege leicht erschüttert drei hübsche, sehr gut gelaunte Männer, die heute ihre Fahrräder vor dem Gebäude anschlossen. „Didn’t we all know that beauty makes us more creative?“, schrieb derselbe Kollege kürzlich in einem anderen Zusammenhang. Recht hat er. Kein Zweifel also,

es brechen schöpferische Zeiten an.

Alle Fotos © Andrea Hufnagel

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • (wird nicht veröffentlicht)

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>


+ 7 = zwölf